StartseiteBoosAllgemeinesStellungnahme der Gemeinde Boos zum Bundesverkehrswegeplan 2030

Stellungnahme der Gemeinde Boos zum Bundesverkehrswegeplan 2030

hier: Stellungnahme zum Schreiben des LRA Unterallgäu vom 08.04.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,     

zum Bundesverkehrswegeplan 2030 nimmt die Gemeinde Boos wie folgt Stellung:

   

Die im Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans 2030 vorgesehene Einstufung der Ortsumfahrung Boos/Niederrieden im „weiteren Bedarf – WB“ und die sich daraus ergebende Schlussfolgerung, dass dieses Projekt erst nach 2030 begonnen werden kann, ist aus nachfolgenden Gründen für die Gemeinde Boos nicht hinnehmbar.
   

Die unmittelbar durch Boos, Niederrieden und Heimertingen verlaufende B 300 stellt für die Bewohner eine große und jährlich zunehmende Belastung dar.

 

Die Gemeinde Boos ist ein sog. Straßendorf. Entlang der B300 leben in unserer Gemeinde sehr viele Menschen, es befinden sich ca. 120 Häuser in diesem Bereich.


Die Gemeinde Boos hat zunehmend, wie viele andere Gemeinden in Bayern auch, mit dem Leerstand der Bausubstanz entlang solcher Straßenzüge zu kämpfen. Wie das LEP Bayern vorgibt, sollen Wohngebiete wieder in den Innenbereich verlagert werden. Dieses Konzept funktioniert jedoch nur dann schlüssig, wenn wir die stark überlastet B300 aus dem Ortsbereich bringen.

 

Tatsächlich hat der Durchgangsverkehr, insbesondere der Schwerlastverkehr, in der Gemeinde Boos in den letzten Jahren überproportional zugenommen.

 

Die B 300 ist in diesem Bereich die Verbindungsstraße zur Autobahn A7.
  

Die Fa. LARS Consult GmbH hat in Ihrem Bericht über die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) „Bayerisches Illertal“ Gemeinden Boos, Fellheim, Heimertingen, Niederrieden und Pleß vom 17.06.2013) zum Thema Verkehr u. a. ausgeführt, dass der Verkehr 1980 – 2005 um 59 % zugenommen habe.

Die seit 1980 festgestellte Steigerungsrate vorausgesetzt wäre in Zukunft, so der Bericht von LARS Consult weiter, auf der B 300 (im Bereich der Gemeinde Boos) bis zum Jahre 2025 mit einer Verkehrsbelastung von ca. 4 800 Kfz/24h zu rechnen.

 

Die Gemeinden Boos, Niederrieden und Heimertingen haben im Rahmen von ILE u. a. bzgl. des Projekts B 300 - Ortsumfahrung eng zusammengearbeitet und eine Gesamtlösung erarbeitet. Aus diesem Grund wäre es sinnvoll und wichtig, wenn die Gemeinden Boos und Niederrieden zusammen mit der Gemeinde Heimertingen bereits in naher Zukunft in die konkrete Planungsphase bzgl. B 300 – Ortsumfahrung einsteigen könnten und hier eine Gesamtlösung herbeigeführt werden kann.

Im Rahmen einer Ortsumgehung könnten diese Einschränkungen und Belastungen für die Gemeinden Boos und Niederrieden und für die Einwohner erheblich reduziert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Erben
1. Bürgermeister

Download Pressemitteilung Gespräch zwischen CSU-Bundestagsabgeordnetem Dr. Georg Nüßlein und dessen CSU-Landtagskollege Klaus Holetscheck mit den Bürgermeistern der entlang der B 300 betroffenen Gemeinden

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