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Heimatgeschichte

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Was geschah vor …

... 450 Jahren in Boos?

Das älteste archivierte "Gültbuch" von Boos enthält Aufzeichnungen aus dem Jahre 1569 und befindet sich im Fuggerarchiv Dillingen. Der Begriff „Gült“ stammt noch aus dem mittelalterlichen Finanz- und Steuerwesen.

... 300 Jahren in Boos?

Joh. Jakob Graf FuggerBoos verkauft 1719 Dorf Pleß an die Kartause Buxheim, die Dorfgerichtsbarkeit geht an Boos, die Hochgerichtsbarkeit und die Überfahrtsrechte an der Iller behalten die Fugger sich vor.

... 200 Jahren in Boos?

Die Fugger müssen 1819 die Dorfgerichtsbarkeit von Boos abgeben und der letzte hiesige Scharfrichter/Nachrichter Roman Deigendesch wurde deshalb verabschiedet. Er verstarb im Januar 1820 an einem Schlaganfall im Alter von 56 Jahren.

... 125 Jahren in Boos?

Seit 1888 war Ludwig Jochum Hilfslehrer an der hiesigen Volksschule, bevor er 1894 an die Babenhauser Schule versetzt wurde. Er ist der Vater der drei weltbekannten Musikprofessoren Eugen, Otto und Georg Ludwig Jochum.

Im Oktober 1894 war der Einbau der neuen Orgel durch Balthasar Pröbstl, Füssen, zum Preis von 5.600 Mark abgeschlossen. Das Orgelwerk hat Kegelladen und eine mechanische Traktur. Die fünf inneren Felder (Türmchen) des Orgelprospektes stammen noch von Joh. Jakob Schmid, Boos, aus der Zeit von 1713/14. Die Verzierungen schnitzte damals Ignaz Waibl, Heimertingen, der berühmte Schöpfer des Buxheimer Chorgestühls. Pröbstl verbreiterte die Orgel um ca. 100110 cm, in dem er die bisherigen äußeren Türmchen zu breitere und höhere Harfenfelder umbaute. Dadurch schuf er mehr Platz für weitere und größere Orgelpfeifen.

... 50 Jahren in Boos?

Das Max-Maier-Sportheim (S/O-Ecke des Sportplatzgeländes) wurde am 22. Juni 1969 feierlich eingeweiht. Die Gemeinde stellte den Platz und das Bauholz zur Verfügung, die Firmen Bürzle und Dandl verzichteten bei Maschinen und Fahrzeugen auf die entsprechende Kostenberechnung. Der Schreinermeister Max Maier erledigte sämtliche Schreinerarbeiten kostenlos. Die TV-Mitglieder leisteten über 6.000 freiwillige Arbeitsstunden und die Booser Bevölkerung hat kräftig gespendet. Hans Braumüller und Anton Notz, letzterer wurde als „Motor des Ganzen“ bezeichnet, haben mit unendlich viel Zeit und Energie dieses gelungene Projekt als Gemeinschaftsleistung erst möglich gemacht.

Aufgrund der bayerischen Schulreform wurde 1969 der Schulverband Boos Niederrieden gegründet. Dieser ist an Stelle seiner Mitglieds­gemeinden Boos und Niederrieden Träger des Schulaufwands für die Dominikus-Hertel-Grundschule.

                                                                                                                                         Herbert Schlatterer

 

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