PP SCHWABEN SÜD/WEST. „Hallo Oma, ich bin’s...“, „Hier spricht Hauptkommissar Wagner…“, „Herzlichen Glückwunsch - Sie haben gewonnen!“
Mit solchen oder ähnlichen Einleitungen versuchen Betrüger immer wieder, ältere Menschen zu ködern, um an ihr Geld und ihre Wertsachen zu gelangen. Während den Seniorenberatern, die im Auftrag des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West Präventiv-Vorträge halten, in Coronazeiten die Hände gebunden sind, nutzen die Gauner sogar bewusst die Pandemie für ihre Betrügereien.
Aus sogenannten Callcentern, die in der Regel im Ausland betrieben werden, werden gezielt ältere Menschen angerufen, um sie mit den oftmals bekannten Maschen wie etwa dem Enkeltrick, den falschen Polizeibeamten oder falschen Gewinnversprechen übers Ohr zu hauen. Um potenzielle Opfer zu finden, durchforsten die Betrüger alte Telefonbücher, Telefon-CDs oder besorgen sich Einwohnerverzeichnisse und suchen darin nach alten, kaum noch vorhandenen Vornamen.
Geschickt horchen die Anrufer, die rhetorisch äußerst gut geschult sind, in bestem Deutsch die potenziellen Opfer aus. Für die Täter ist es wichtig zu wissen, ob die Angerufenen allein sind; sie können keine Zeugen brauchen. Und eine einzelne Person ist leichter zu manipulieren als mehrere Personen, die sich absprechen können. Daneben wird ausgeforscht, ob Geld oder Wertsachen überhaupt vorhanden sind.
So werden sich dann Enkel melden, die in eine Notlage geraten sind und dringend Geld brauchen. Oder ein überzeugend klingender „Polizeibeamter“ erzählt eine Schauergeschichte über eine festgenommene Einbrecherbande, von der allerdings zwei Mitglieder entkommen sind, die nun bei dem oder der Angerufenen einbrechen wollen. Auch hier wird ausgeforscht, ob Geld und Wertsachen vorhanden sind, die dann an Abholer (ebenfalls angebliche Polizisten) übergeben
werden sollen. Auf dem Telefondisplay erscheinen die Ortsvorwahl und die 110.
Ein weiteres Betätigungsfeld der Betrüger sind die falschen Gewinnversprechen. Es meldet sich meist ein „Anwalt“ oder ein „Notar“, der eine größere Gewinnsumme in Aussicht stellt, die aber nur ausgezahlt werden kann, wenn angefallene Gebühren beglichen werden. Diese sollen in der Regel über Transferdienstleister wie Western Union bezahlt werden. Teilweise müssen die Opfer Wertkarten und Ähnliches übers Internet kaufen. Die freigegebenen Nummern werden dann den
Betrügern mitgeteilt, die sofort die Wertkarten einlösen. In allen Fällen ist das bezahlte Geld in der Regel verloren.
Neben diesen (häufigsten) Betrügereien melden sich vermehrt angebliche Mitarbeiter des Software-Giganten Microsoft, die den Opfern vorgaukeln, dass sich zum Beispiel ein Virus in den Tiefen des Programms eingenistet habe und sie mittels Fernwartung diesen entfernen können. Das Ziel der Gauner ist in diesem Fall der Zugang zum Computer, um Zugangsdaten, PINs und Passwörter auszuspähen.
Auch wenn sich die Schlagzeilen in der Tageszeitung häufen, dass Senioren nicht auf Anrufer hereingefallen sind, ist die Anzahl der erfolgreichen Betrugsversuche immer noch erheblich zu groß. Jedes einzelne Opfer ist eines zu viel. So ist einem Zeitungsbericht vom 22. Oktober zufolge im Bereich des hiesigen Polizeipräsidiums allein durch falsche Polizeibeamte ein Schaden von 340.000 Euro entstanden.
Damit möglichst niemand auf die Betrüger hereinfällt hält die Polizei ein paar Tipps parat, unter anderem diese:
· Geben Sie keine Informationen am Telefon preis - auch keine Namen
· Die Polizei wird Sie niemals unter 110 anrufen
· Übergeben Sie kein Geld oder Wertgegenstände an Fremde
· Bewahren Sie gesundes Misstrauen
· Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter 110 an
· Melden Sie Betrugsversuche bei Ihrer Polizeidienststelle.
· Reden Sie mit Ihren Angehörigen über das Thema, machen Sie Eltern und Großeltern darauf aufmerksam.

Comic "Der falsche Polizist"
Ein von der bayerischen Polizei entwickelter Comic zeigt anschaulich die Vorgehensweise der
Betrüger, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben. Kernbotschaft ist, dass echte Polizeibeamte
niemals unter 110 anrufen, niemals nach Bargeld oder Schmuck fragen, und auch niemals Geld
oder andere Wertgegenstände für Bürgerinnen und Bürger verwahren.

Radon in Gebäuden

Radon – Gesundheitsschutz zu Hause und am Arbeitsplatz
Radon ist ein radioaktives Edelgas. Es entsteht überall natürlich im Boden. Gelangt Radon beispielsweise durch Fugen, Risse, Spalten oder entlang von Rohrdurchführungen ins Gebäudeinnere, kann es sich hier ansammeln. Bei längeren Aufenthalten in Räumen mit erhöhter Radonkonzentration kann die Entstehung von Lungenkrebs begünstigt werden.
Im Hinblick auf die Gesundheit sollte daher zu Hause und am Arbeitsplatz an den Radonschutz gedacht werden. Messungen der Radonkonzentration sind ganz einfach.

Radon messen schafft Klarheit

Um Sicherheit darüber zu erhalten, ob in Räumen erhöhte Radonkonzentrationen vorliegen, muss Radon gemessen werden. Orientierung liefert der gesetzlich festgelegte Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft.
Das Gute ist: Jeder kann einfach und kostengünstig selbst messen. Für ein aussagekräftiges Messergebnis sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden.

  • Exposimeter von einer anerkannten Stelle einsetzen:
    Gemessen wird mit kleinen Messdosen, sogenannten Exposimetern, die bei anerkannten Stellen erhältlich sind. Das garantiert qualitätsgesicherte Ergebnisse. Das Bundesamt für Strahlenschutz führt eine Liste der anerkannten Stellen.
  • Zwölf Monate messen:
    Die Radonkonzentration unterliegt jahreszeitlichen Schwankungen. Aus diesem Grund sollte über zwölf Monate gemessen werden.

Gesetzlich verpflichtend sind Messungen an Arbeitsplätzen in Radon-Vorsorgegebieten. Dies sind Gebiete, in denen die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, dass Radonkonzentrationen über dem Referenzwert vorliegen. Zuhause besteht keine Messpflicht.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sich für Messungen finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Landesamts für Umwelt.

Nach dem Messen ist vor dem Handeln
Liegen die Messergebnisse vor, gibt es je nach Messergebnis zwei mögliche weitere Vorgehensweisen:

  • Der Referenzwert wird nicht überschritten:
    Aus Werten unterhalb von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft ergibt sich keine Pflicht zu handeln. Liegt die Radonkonzentration nahe an den 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft können dennoch kleinere Maßnahmen umgesetzt werden, zum Beispiel regelmäßiges Stoßlüften.
  • Der Referenzwert wird überschritten:
    Hat die Messung Werte über dem Referenzwert ergeben, sollten Radon-Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. An Arbeitsplätzen sind diese sogar verpflichtend. Weitere Informationen zu organisatorischen oder baulichen Radon-Schutzmaßnahmen finden Sie beim Bayerischen Landesamt für Umwelt.

Fürsorgepflicht – Radonschutz geht alle etwas an
Da Radon überall natürlich vorkommt, sehen das Strahlenschutzgesetz und die Strahlenschutzverordnung des Bundes deutschlandweit einen Basisschutz vor Radon vor. Abhängig von den geologischen Gegebenheiten ist die Wahrscheinlichkeit in einigen Gebieten größer, dass hier Radonkonzentrationen über dem gesetzlich festgelegten Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft auftreten. Diese Gebiete werden als Radon-Vorsorgegebiete festgelegt. Hier gelten zusätzliche Pflichten und somit ein zusätzlicher Schutz für die Bevölkerung. Die Radonkonzentration kann aber auch außerhalb von Radon-Vorsorgegebieten erhöht sein, auch wenn die Wahrscheinlichkeit außerhalb dieser Gebiete geringer ist. Allgemein gilt: Gewissheit schafft nur eine Messung. Wird der Referenzwert überschritten, können oftmals einfache Maßnahmen, wie regelmäßiges Lüften, Abhilfe schaffen.


Download Allgemeinverfügung im Landkreis Unterallgäu - gültig ab 22.10.2020

Informationen zu Corona vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Das Landratsamt Unterallgäu stellt unter www.unterallgaeu.de/corona viele Informationen mit fundierten Links zur Verfügung.

 

„Wer gerne hilft, wohnt kostenlos!“ Das neue Projekt „Wohnen für Hilfe“ will im Landkreis Unterallgäu Menschen in verschiedenen Lebenslagen zusammenbringen.

"Wohnen für Hilfe“ gibt es bereits in mehreren Landkreisen und Gemeinden in Bayern und wird auch durch das Bayerische Sozialministerium unterstützt und als gutes Beispiel beworben, siehe  https://www.stmas.bayern.de/wohnen-im-alter/wohnen-fuer-hilfe/index.php .

Jetzt hat dieses Thema eine Arbeitsgruppe aus dem „Netzwerk Altenhilfe und seelische Gesundheit Memmingen-Unterallgäu“  in Kooperation mit der Koordinationsstelle Seniorenkonzept beim Landratsamt Unterallgäu, der Sebastian-Kneipp Schule in Bad Wörishofen und den Fachstellen für pflegende Angehörige Bad Wörishofen und Ottobeuren aufgegriffen.
Das Projekt bringt Menschen, die im eigenen Zuhause für manche Tätigkeiten Unterstützung benötigen, mit sozial engagierten Menschen zusammen, die sich keinen Wohnraum leisten können oder möchten.
„Wohnen für Hilfe“  soll sozialräumlich umgesetzt werden, also in Zusammenarbeit mit hauptamtlichen MitarbeiterInnen aus den Gemeinden oder Organisationen. Ein Kooperationsvertrag bildet den Rahmen für die Zusammenarbeit.

Nähere Infos können hier runtergeladen werden.

 

Der Landkreis Unterallgäu hat zusammen mit der Stadt Memmingen die Informationsbroschüre zur Wohnberatung neu aufgelegt.

Die Wohnberatung im Unterallgäu und der Stadt Memmingen hilft den Bürgern dabei, dauch in Zukunft

- selbstbestimmt
- sicher
- selbständig

in Ihrem Zuhause leben zu können.

Übersicht über die WohnberaterInnen im Landkreis Unterallgäu und der Stadt Memmingen

Ausführliche Informationen finden Sie unter www.unterallgaeu.de/wohnberatung

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, die ihre Eier auf Eichen ablegt. Er tritt inzwischen in weiten Teilen Bayerns auf. Die geschlüpften Raupen entwickeln sogenannte Brennhaare, die über Jahre giftig bleiben und die beim Menschen zu allergischen Reaktionen führen können (Reizungen von Haut und Schleimhäuten, Ausschläge, Husten). Gefährlich sind die feinen Haare nicht nur bei direktem Kontakt sondern sie können auch über die Luft übertragen und eingeatmet werden.

Weitere Informationen zum Eichenprozessionsspinner finden Sie auch unter www.eichenprozessionsspinner.org

Download Merkblatt Eichenprozessionsspinner

Hier der Link zum Bericht von allgäu.tv in Niederrieden

https://www.youtube.com/watch?v=Lo8T_joe9VM

Hier der Link zum Bericht von allgäu.tv in Fellheim

https://www.youtube.com/watch?v=aFMdkXatPDw

Hier der Link zum Bericht von allgäu.tv in Heimertingen

https://www.youtube.com/watch?v=3x9P6QOG6eU

Hier der Link zum Bericht von allgäu.tv in Boos

https://www.youtube.com/watch?v=dVfiRoSyemg

 

 

Die Polizei rät zu folgenden Maßnahmen zum Thema "Einbruchschutz":

- Alle Türen 2 x absperren

- Fenster beim Verlassen des Hauses schließen

- Licht und Radio anmachen bzw. Zeitschaltuhr einstellen

- Aufstieghilfen (Mülltonne, Leitern) sichern

- Verstecken Sie Ihren Schlüssel NIEMALS draußen

- Keine Kontaktdaten auf Schlüsselanhänger

- Fremde freundlich ansprechen

- Keine Urlaubshinweise auf Anrufbeantworter oder Facebook

- Rasen kurz halten - Briefkasten leeren

- Rollläden bewegen lassen

- Nachbarn parken ihr Auto in der Einfahrt

- Arbeitsschuhe oder Spielzeug vor die Haustüre

Hier nochmal der Flyer zum Download

Sollten Sie in Ihrer Nachbarschaft etwas verdächtiges bemerkt haben, können Sie dies mit folgendem Formular der Polizei melden!

Seit dem 1. September 2014 besteht die Möglichkeit, Führungszeugnisse und Auskünfte aus dem Gewerbezentralregister unmittelbar beim Bundesamt für Justiz (BfJ) über ein Online-Portal zu beantragen.   

Link zum Online-Portal des BfJ www.fuehrungszeugnis.bund.de

 

Termine für die Leerung der Mülltonnen:

Download der aktuellen Abfuhrkalender

Sie können sich Ihren persönlichen Abfuhrplan hier direkt als pdf-Datei bzw. für Outlook herunterladen.

 

Download des aktuellen Flyers "Wegweiser Demenz - Ratgeber für Ratsuchende, Betroffene und Angehörige"

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