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Integrierte Ländliche Entwicklung Bay. Illertal


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 Projektstart für «Integrierte Ländliche Entwicklung» - Fünf Gemeinden, vier Arbeitskreise
«Kommunale Grenzen überwinden»

Die Auftaktveranstaltung zum Projekt «Integrierte Ländliche Entwicklung Bayerisches Illertal (ILE)» im Niederrieder Schützenheim ist auf große Besucherresonanz gestoßen. Im Mittelpunkt stand die Gründung von vier Arbeitskreisen, die eine interkommunale Zusammenarbeit der fünf Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Boos voranbringen sollen. Baurätin Huberta Bock vom Amt für ländliche Entwicklung erläuterte, dass es darum geht, die Herausforderungen des ländlichen Raums anzunehmen und kommunale Grenzen zu überwinden.

Zu den Herausforderungen zählen demnach die Überalterung der Bevölkerung, leer stehende Bausubstanz im Ortskern, der Strukturwandel in der Landwirtschaft und das hohe Verkehrsaufkommen auf der B 300. «Alle fünf Gemeinden sollen zusammen schlagkräftig werden für die Zukunft», so die Baurätin. Zunächst präsentierten die Gemeinderatsmitglieder Petra Walser aus Pleß, Karin Baumann (Fellheim), Josef Friedl (Niederrieden), Erich Uhl (Heimertingen) und der Booser Bürgermeister Hans-Jürgen Neumann die bisher erarbeiteten Ergebnisse. Die Zielsetzung des ländlichen Projekts sei eine gemeinsame Handlungsstrategie.

Im ersten Arbeitskreis liegt der Schwerpunkt auf den Themen «Straßen, Verkehr und Feldwege». Handlungsbedarf machte Petra Walser bei der Minimierung des Schwerlastverkehrs und dem Rückbau von Ortsdurchfahrten geltend.

Ein umfangreiches Themenfeld umfasst der Arbeitskreis «Bildung, Betreuung und Soziales». Als konkretes Beispiel wurde hier die Zusammenführung von vier Schulverbänden zu einem Schulverband diskutiert. Aber auch die Schaffung einer zentralen Notunterkunft für Obdachlose oder Bedürftige in einer der VG-Gemeinden stand im Raum.

Mit einem überregionalen Energie- und Entwicklungskonzept könnte sich der Arbeitskreis «Landwirtschaft, Landnutzung und Energie» auseinandersetzen. Ein konkretes Thema hierzu war die Errichtung einer Nahwärmeversorgung für Boos und Niederrieden mittels einer Hackschnitzelheizung.

«Wir wollen einen Zukunftsplan 2020 für das Illertal erstellen», bekräftigte Erich Uhl und stellte den Bau eines gemeinsamen Bauhofs für alle fünf Gemeinden im Bereich des Grenzhofs als Option vor.

Eine intensive Zusammenarbeit soll im Bereich der Kindergärten erfolgen. «Abgestimmte Öffnungszeiten, eine gemeinsame Ferienplanung und ein Kindergarten-Personalpool zur Überbrückung von Urlaubs- und Krankheitszeiten sind möglich», erläuterte Hans-Jürgen Neumann.

Münden könnte die Zusammenarbeit der VG-Gemeinden letztlich in einem gemeinsamen Flächennutzungsplan und einem gemeinsamen Gewerbegebiet.

Niederrieden (sar) | 25.03.2011 00:00 Uhr
(Quelle: Memminger Zeitung vom 25.03.2011 http://www.all-in.de)



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